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There is Know Place Like Home


Liebe Besucherinnen und Besucher von KANSASworld,

die neue DVD ist da - hier meine ersten Eindrücke:

There Is Know Place Like Home“ – was für ein passender Titel für ein Konzert, dass zur Feier des 35. Bandubiläums in der Stadt, in der alles angefangen hat, Topeka in Kansas, zelebriert wird. Nach dem Einlegen werde ich von den symphonischen Klängen von Incomudro begrüßt – Extras? Gibt es fast keine, egal, dazu später mehr, ich will das Konzert sehen!

Das Intro von Magnum Opus – Howlin' At The Moon erklingt, man sieht die Band in schwarz-weiß Bildern auf dem Weg zur Bühne. Die Musik steigert sich langsam, auf einmal kommt Farbe ins Spiel, wir sind mitten drin, mitten auf der Bühne, mitten bei der Band und mitten beim Orchester, das die Band zur Feier des Tages begleitet. Schnell wird klar, dass hier nicht eine Band gegen ein Orchester anspielt, nein das ganze ist ein einheitliches Klanggebilde, eine Einheit auf der Bühne. Ebenfalls schnell ist erkennbar,, dass die Band es geschafft hat, die Magie des Moments einzufangen. Sie sprüht nur so von Spielfreude, von wegen alte Herren. Bild- und Soundqualität sind über alle Zweifel erhaben, die Kamera wird nie hektisch, man bekommt immer mal wieder die Gelegenheit, den einzelnen Bandmitgliedern auf die Finger zu schauen, aber bekommt auch immer wieder das Orchester, die Bühne als ganzes und das Publikum in Kameraschwenks zu sehen – großartig!

Nachdem die Band das Publikum gleich zu Anfang mit den zwei schnelleren Songs Belexes und Point of Know Return in Fahrt bringt, kommt mit Song for America der erste Höhepunkt der DVD. Was für eine zeitlose Komposition, was für eingängige Melodien – zum ersten Mal kommt hier auch das Orchester voll zum Tragen, die symphonische Untermalung ist hervorragend umgesetzt – was aber im Übrigen für das gesamte Konzert gilt!

Nach mitreisenden 10 Minuten habe ich aber keine Zeit zum Erholen. Klavierklänge erklingen – dann der erste richtige Gänsehautmoment „Turn Around, turn around, its on the other side“ - Steve Walsh und Billy Greer zeigen uns ein weiteres Merkmal der Band – Gesangsharmonien, die ihresgleichen suchen. Dann die erste Strophe, die Gänsehaut bleibt. Umrahmt von ruhiger Hintergrundmusik zeigt Steve Walsh, dass er nichts verlernt hat. Dieser Mann hat einfach unglaublich viel Gefühl in seiner Stimme und hat einen großartigen Abend erwischt und gerade in den ruhigen Momentan seine großen Auftritte. Klar – er singt nicht mehr wie in den 70ern, aber er berührt mich nach wie vor und das ist das, was zählt!

Und weiter geht es in rasanter Fahrt, Billy Greer kündigt mit Steve Morse (ja, der Steve Morse) ein ehemaliges Bandmitglied an. Morse darf sein Können bei dem instrumentalen Stück Musicatto unter Beweis stellen. Wunderbar zu sehen, wie er, Billy Greer und David Ragsdale diesen Song zu genießen scheinen. Überhaupt ist das eine gute Stelle, um für letzteren eine Lanze zu brechen. Da Sänger Steve Walsh auch die Tasten bedient, kann er nicht als Frontman agieren – stattdessen steht jener David Ragsdale mit seiner Violine in der Bühnenmitte und strahlt eine unglaublich positive Energie aus. Er wirbelt auf der Bühne herum interagiert mit den Bandkollegen und dem Publikum und verstrahlt mit seinem Augenzwinkern und Lächeln pure Freude an der Musik. Mit ihm scheint wieder richtig Leben in die Band gekommen zu sein – diesen Eindruck hatte ich auch letztes Jahr gewonnen, als ich die Band zuletzt live erleben durfte.

Das Konzert bietet mir auch im weiteren Verlauf keine Pause zum Erholen. Ein Höhepunkt jagt den nächsten. Ich bin berührt von den emotionalen Gesangspassagen bei Ghosts/Rainmaker oder Nobody’s Home, ich schwelge in diesen großartigen Kompositionen und Meldodien, habe Spass daran, wie Band und Orchester bei den Instrumentalpassage von Cheyenne Anthem oder Miracles out of Nowhere ein Feuerwerk an Spielfreude veranstaltet und ich freue mich, mit Kerry Livgren den Mann auf der Bühne zu sehen, der die meisten der Songs geschrieben hat.

Mit dem unvermeidlichen Dust in the Wind kündigt sich langsam das Ende eines großartigen Konzerts an – furios inszeniert mit Orchester, Kerry Livgren als zweiten Gitarristen und Steve Morse als zweiten Violonisten. Den Abschluß bildet dann – wie könnte es anders sein – Carry On Wayward Son.

Als Bonus kann man noch die furiose Jam-Session von Down the Road anschauen, das war es dann. Was kann man als Fazit ziehen? Wieder nur ein Best Of? Ein kleines „ja“, aber ein viel größeres „NEIN“ – diese DVD ist etwas ganz besonderes und von meiner Seite gibt es eine klare Kaufempfehlung!

Carry On,
Markus Hanselmann





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