BILLY GREER - Bass, Gesang


 Biographie

Diskographie



Billy Geer
 
 
Billy Greer wurde am 26.01.19?? geboren. Er und sein Bruder Johnny hatten die Beatles in der Ed Sullivan Show gesehen und wollten nur noch eines: Musiker werden. Sie überredeten ihre Eltern, ihnen Instrumente zu kaufen. Billy bekam einen Bass, sein Bruder ein Schlagzeugset. Ihr Cousin Alvin hatte eine Gitarre und konnte die drei Akkorde C,F und G. Die drei beschlossen, eine Band zu gründen. Billy war 15.

Mit den drei genannten Akkorden fingen sie an, Lieder zu spielen. Erst als ein Gitarrist namens Sammy dazukam, bekam die Band den Namen „Odds ‚n’ Ends“. Billy und seine Freunde spielten auf Partys und Geburtstagsfeiern. Nach einiger Zeit wurde ihnen sogar Geld für Auftritte angeboten. Sie bekamen 50$ in einer Woche, die sie in ihre Ausrüstung investierten. So kam Billy Greer zu einem Hofner Bass, ein Instrument, das auch Paul McCartney spielte.

Der Vietnamkrieg beendete die schöne Zeit. Alvin ging zur Air Force, Johnny zur Nationalgarde. Der 3 Jahre jüngere Billy trat in eine andere Band ein. Nach einem gemeinsamen Auftritt mit einer anderen lokalen Band kam er mit deren Keyboarder Jim Shields zusammen. Dieser kannte einen jungen aber sehr guten Gitarristen, den damals 17 jährigen Marty Conn (von dem übrigens das Lied „The Kid Could Play“ von Seventh Key handelt). Die drei trafen sich zu einer Jamsession, die Band „Bishop“ war geboren. Sie spielte progressvere Musik, als Billy es bisher getan hatte. Zum Beispiel waren Yes, Genesis oder Gentle Giant in ihrem Repertoire.
Nach einigen Jahren verließ Jim Shields die Band um mit einer anderen in Cincinnati zu spielen. Nach einigen Monaten kam er jedoch zurück und brachte den Gitarristen Adrian Belew (später bei Frank Zappa und King Crimson) mit. Eine neue Band wurde gegründet, Adrian spielte Schlagzeug. Nach nur einem Auftritt, der dafür aber in der lokalen Presse erwähnt wurde, ging Adrian zurück nach Cincinnati. Auch Jim ging; er begann mit einer Band in Virginia Beach zu spielen.

Billy und Marty gründeten daraufhin die Band Passenger, in der Billy 7-8 Jahre während und nach dem Collage bleiben sollte. Nachdem die Besetzung mehrmals gewechselt hatte, bestand sie schließlich aus Benny Wilson, Don Gorman, K.D. Forsha, Terry Baker und eben Billy Greer. Marty hatte der Band den Rücken zugekehrt, er spielte mit der „Whitford-St. Holmes Band“.

Nach seiner Zeit bei Passenger bekam Billy von Jim Shields einen Anruf. Dessen Band, die sich inzwischen „Avatar“ nannte, hatte einen Produktionsdeal und wollte ihn als Bassisten nach Atlanta holen. Greer kündigte seinen Job im Sozialamt und verdiente in Atlanta 200$ pro Woche. Nach 6 Monaten proben, schreiben und spielen war allerdings kein Geld mehr da und auch noch kein Plattenvertrag unterschrieben. Billy ging zurück nach Tennessee zu Passenger, mit denen er 3-4 Sets 5-6 mal die Woche spielte. Er ist noch heute mit den damaligen Mitgliedern befreundet.
1978 kam Marty Conn mit einigen neuen Songs und Geld von einer Tour mit der Whitford-St. Holmes Band zurück. Er, Terry Baker und Billy nahmen das Lied „Cold Hearted Woman“ auf, dass einige Monate später in Atlanta auf einen Sampler veröffentlicht werden sollte. Marty, der das Lied durch einen Wettbewerb soweit gebracht hatte, schlug den Bandnamen „QB1“ vor. Die Band sollte das Lied bei einem Gig live spielen; es war zu einem regionalen Hit geworden. Dieser Gig fand im Sommer 1979 in Atlanta statt, QB1 wurde frenetisch gefeiert. Billy bezeichnet den Abend als einen der schönsten Momente seiner Karriere.
QB1 bekam allerdings keinen Plattenvertrag, alle größeren Label der Region lehnten die Band ab. Ein Jahr nach dem großen Auftritt brach sie auseinander. Billy, der sich darauf einstellte, erneut mit leeren Händen zurück nach Tennessee zu müssen, wurde nach einem von zahlreichen Showauftritten von Steve Walsh, der kurz zuvor Kansas verlassen hatte, angesprochen, ob er daran Interesse hätte, sich für dessen neue Band zu bewerben. Von ihm bekam Billy eine Kassette mit 4 Liedern, die er in 3 Tagen einstudieren sollte. Im Studio spielte er Tim Gehrt, Mike Slamer und Steve drei der vier Lieder vor, bevor er aus dem Studio geschickt wurde. Danach hatte er das Gefühl, so schlecht wie selten zuvor gespielt zu haben. Zu seiner Überraschung wurde er dennoch aufgenommen, Streets war geboren. Die Band unterschrieb bei Atlantic Records und brachte mit 1st (1983) und Crimes in Mind (1985) zwei Studioalben heraus. Leider bekam die sie nicht die nötige Unterstützung und zerbrach anschließend.

 


Billy Greer
 
Billy war am Boden zerstört. Nach ein paar Monaten allerdings sollte sich sein Leben ändern. Er wurde gefragt, ob er bei Kansas einsteigen wolle. Er sagte sofort zu. Die Proben begannen im Juli 1985, obwohl Steve Walsh erst einen Monat später einsteigen konnte – er spielte mit Cheap Trick auf deren Tour.

Billy blieb bis heute bei der Band und bereut diesen Schritt in keiner Weise. Im Jahre 2000 veröffentlichte er mit Seventh Key sein erstes Soloalbum, da er gerne einmal die Leadvocals übernehmen wollte. Im selben Jahr erhielt er auch erstmals bei Kansas die Chance, diesen Part zu übernehmen. Er singt „Look At The Time“ auf dem Album Somewhere To Elsewhere.






©by Markus Hanselmann